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Beschreibung Teutolauf

Teutolauf 29,0 km – Die Herausforderung

Der Start erfolgt direkt neben der Turnhalle auf der Leharstraße auf Höhe 90 Meter über NN. Wenn um 13:50 Uhr der Startschuss zum Teutolauf fällt, sind nur die ersten 100 Läufer/innen schnell verschwunden. Die anderen lassen sich bis zu drei Minuten Zeit, um die Startlinie zu überqueren. Und dann gibt es noch die „Spätstarter“, die erst 3 oder 5 Minuten nach dem Startschuss auf die Strecken gehen. Ein Stau auf der Autobahn ist oft der Grund, dass sich diese Läufer durch das hintere Starterfeld boxen müssen, um danach Läufer um Läufer einzu-sammeln. Der Champion-Chip macht es möglich, dass auch diese Läufer später leistungs-gerecht gewertet werden.

Startschuss

Es folgen nach dem Start 1.000 ruhige, flache Meter, dann 300 Meter leicht bergan. Bis km 2 schweben die Läufer fast eben dahin.

KM 1,7 leicht bergab

Der Schweinepuckel bei km 2,5 ist der erste leichte Anstieg, wer hier schon um Luft ringt – wird später atemlos werden. Zunächst geht es bis Kilometer 5 relativ flach über Feldwege zum Einstieg in den Teutoburger Wald. Brüggelieth heißt der Weg, der bei Kilometer 5,2 die gleichnamige Quelle passiert. Weiter geht es bergauf, zunehmend steiler bis bei Kilometer 5,8 der heftigste Anstieg – Gemsensteig genannt - folgt. Wer auf den ersten Kilometern zu schnell war, wird dies insbesondere auf den letzten 300 Metern des Anstiegs bitter büßen.

KM 5 - 6 Anstieg auf den Kamm des Teutoburger Waldes

An der Einmündung auf den Kammweg geht es nun rechts ab Richtung Bad Iburg, während die Waldläufer (20 Minuten später) sich links ab schon auf den Weg Richtung Ziel machen. Wer an der Streckentrennung falsch läuft wird disqualifiziert. Ist man für die 29 km nicht in Form, kann man sich zuvor am Trouble Desk kostenlos auf die kürzere Strecke ummelden.

KM 6,7 kurz vor der 1. Verpflegung

Nach der Verpflegung bei Kilometer 6,5 geht es leicht wellig weiter. Zeit zum Atem holen. Kurz nach Kilometer 8 an einem Wegekreuz (Mindrups Rad genannt) laufen wir nun geradeaus.

KM 7 Blick ins Holperdorper Tal

Streckenänderung ab 2012 KM 8 kurz danach laufen wir nun geradeaus – wieder bergauf über den Liener Berg 235 Meter ü. NN

Der Weg links hinab führte bis 2011 zur Waldgaststätte Malepartus, wo der PKW-Verkehr bei gutem Wetter den Läufern (oder anders herum?) keinen Raum lässt. Und da der Wirt kein Verständnis für eine kurzfristige Sperrung der Zufahrtsstraße aufbringt, lassen wir ab 2012 die gastliche Stätte rechts liegen.

KM 10 Schutzhütte am Wegesrand

Es folgt eine erneuter Anstieg auf den Liener Berg, mit 235 Meter über Normal-Null der höchste Punkt im Kreis Steinfurt! Weiter geht es immer auf dem Kammweg Richtung Bad Iburg. Bei Kilometer 12,8 gibt es erneut Verpflegung.
Ein kleiner Anstieg und man schaut rechts auf den Charlottensee, in dem sich die Silhouette des Schlosses spiegelt, das im Mittelalter hoch über der Stadt auf dem Schlossberg errichtet wurde. Weiter geht es hinein in den Kurpark.

Km 13,5 im Kurpark

Bei Kilometer 13,5 wird ein Wassertretbecken, kurz danach die Dörenbergklinik für Orthopädie passiert, doch für Reha-Maßnahmen bleibt keine Zeit. Nun folgt die heftigste Steigung hinauf auf den Urberg. Himmelsleiter haben wir die Treppen getauft. 20 % Steigung auf 150 Meter Streckenlänge und 20 Stufen verlangen den Läufern alles ab. Hier zeigt sich, ob die Kräfte richtig eingeteilt wurden.

KM 14,1 Himmelsleiter hinauf auf den Urberg

Auch auf dem Urberg erschweren immer wieder kleine Anstiege und viele Baumwurzeln und Steine den Lauf – eine richtige Trailpassage - aber zwei Drittel der Höhenmeter sind hier bereits bewältigt. Nach dem Urberg folgt das gleichnamige Hotel-Restaurant, wo bei gutem Wetter die Wanderer und Kurgäste an den Gartentischen sitzen und die Läufer anfeuern. Leider haben die Sportler nicht die Gelegenheit Schmugglertoast oder Urbergschnitzel zu genießen. Auf sie wartet kurz danach bei Kilometer 16 die nächste Verpflegung.

Augen auf! Auf dem Urberg

KM 14,5 Blick vom Urberg auf der Iburger Schloss

KM 16 Verpflegung

KM 16,1

Über den Heidhornberg führt die wohl schönste Passage des Laufes. Zwar zwingen unzählige Baumwurzeln zu erhöhter Aufmerksamkeit, aber nach dem Grenzstein mitten im Wald geht es immer leicht bergab auf einem dicht von Tannennadeln bedeckten Waldweg. So könnte es eigentlich immer weitergehen! Schmuggelpättchen wird dieser Weg auf der alten Grenze zwischen Preußen und Hannover (große Grenzsteine mit 1827 P bzw. H) genannt. Heute verläuft hier die Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachen – und schmuggeln lohnt nicht mehr! Eine kleine Wegänderung (seit 2011) umgeht die mit Steinen und Wurzeln übersäte gefährliche Bergabpassage.

Schmuggelpättchen
Baumwurzeln ohne Ende

P = Preußen auf der Rückseite H = Hannover
Dieser Grenzstein stammt aus dem Jahr 1827

KM 18,6 ein Plausch in Hagen am Teutoburger Wald

Im Holperdorper Tal

KM 20,5

Später bei Kilometer 20 läuft man vorbei an den Fischteichen in Holperdorp; die immer wieder kehrenden kleinen Anstiege, wie der Dachsstieg bei km 20,5, gehen ab hier doch mächtig in die Beine. Gut, dass bei Kilometer 21,5 beim Hof Kaufmann die Helfer des Kegelclubs von Dieter Ewerlin neben den üblichen Speisen und Getränken auch isotonische Dominosteine (bald ist Weihnachten) und auch Bier (nur auf Anfrage) im Angebot haben.

KM 21,5 besondere Verpflegung – Dominosteine und mehr!

Dominosteine und Tee

KM 22,1 über Wiesenwege

Ein kurzer aber heftiger Anstieg (genannt Wildschweintrail) auf den Kamm des Teutoburger Waldes verlangt den Läufern nochmals alles ab. Bei km 23,2 wird wieder der Punkt der Streckentrennung des Waldlaufes erreicht. Hier geht es nun geradeaus weiter Richtung Ziel.

KM 22,6 Wildschweintrail

Kurz vor der Alex-Schotte-Hütte gibt es bei Kilometer 24,1 die letzte Verpflegung. Cola, Schokolade und Traubenzucker sollen Kraft für die letzten 4 Kilometer geben. Vom Rande des Steinbruchs( Km 24,3) genießt man einen herrlichen Blick hinab ins Holperdorper Tal und Osnabrücker Land.

KM 24,4 am Rande des Steinbruchs

24,5 Blick vom Steinbruch ins Osnabrücker Land

Nun geht es fast nur noch bergab über Waldwege, dann querfeldein, im Slalom um die Bäume herum. An der Streckentrennung fliehen die Walker rechts ab und machen den Weg für die Läufer frei. Der hinab führende Hohlweg – Fuchspfad genannt – mündet in der Straße „Zur Fuchsfarm“, wo vor 100 Jahren Füchse zur Pelzzucht gehalten wurden.

Km 25,5 immer leicht bergab

Im Slalom durch den Wald

Die letzten Kilometer sind mit „noch 2 Kilometer“, „noch 1 Kilometer“ und „noch 500 Meter“ ausgewiesen. Schon bei Kilometer 28,5 hört man den Ziel-Sprecher und es geht nur noch leicht bergab bis ins Ziel.

Geschafft! Glückwunsch! Die Zeit ist egal! Geschafft! Wer diese Strecke erfolgreich gelaufen ist, dem gebührt Respekt! Der Teutolauf ist zwar knapp 2 Kilometer kürzer als der „große Bruder“, der Bielefelder Hermannslauf, aber er gilt in Läuferkreisen als zumindest gleich schwer!

Glückwunsch!